Von der Schule bis zum Ferienhaus
Windräder als Möglichkeit der Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien

Es ist etwa 8 Meter hoch, hat einen Durchmesser von rund 1,8 Metern und ist kaum zu hören: das neue Windrad auf dem Gelände von Ludwig Elektrotechnik in Burgebrach. Das Windrad dreht sich nun bereits einige Wochen. Seitdem beobachten Thomas und Markus Ludwig, die Geschäftsführer der Ludwig Elektrotechnik-Tochter Innovative Energien GmbH, gespannt, wie viel Strom sich mit solch einem verhältnismäßig kleinen Windrad erzeugen lässt.


Wie sind Sie auf die Idee gekommen, ein Windrad zur Stromerzeugung auf Ihrem Firmengelände aufzustellen?
Thomas Ludwig: Wir setzen mit unserer Firma Innovative Energien GmbH schon einige Zeit auf erneuerbare Energien. In den vergangenen Jahren haben wir bereits zahlreiche Solarparks und kleine Solarkraftwerke gebaut, nun beschäftigen wir uns verstärkt mit den Einsatzmöglichkeiten von Windkraft. Wir testen Innovationen und entwickeln Lösungen für den Gebrauch im Alltag. Für uns ist das ein logischer Schritt. Und selbstverständlich wollen wir auch, dass von dem Strom, den wir in unserer Firma verbrauchen, ein möglichst großer Teil aus Erneuerbaren Energien stammt.


Wie viel Strom erzeugt Ihr Windrad?
Thomas Ludwig: Es gibt mittlerweile Windräder in vielen verschiedenen Größen, je nach Bedarf. Kleinere Windräder laufen schon bei verhältnismäßig geringen Windgeschwindigkeiten an, haben dementsprechend aber auch weniger Leistung. Je größer das Windrad ist, desto mehr Strom erzeugt es auch. Das Windrad auf unserem Firmengelände erzeugt im Jahr rund 70 Kilowattstunden. Das entspricht nicht ganz 2 Prozent des Verbrauchs eines durchschnittlichen Haushalts. 2 Prozent hören sich vielleicht nicht nach besonders viel an, über die Jahre entlastet man die Umwelt jedoch merklich.
Die Leistung eines Windrads ist natürlich stark von den Windverhältnissen abhängig: In Burgebrach liegen die Windgeschwindigkeiten im Jahresmittel bei etwa 3 bis 4 Metern pro Sekunde. Es gibt aber auch viele Orte in Franken, wo die Windgeschwindigkeiten bei bis zu 7 Metern pro Sekunde liegen.


Für wen ist ein solches Windrad geeignet?
Markus Ludwig: Solche Windräder sind grundsätzlich für jeden geeignet, der aktiv etwas für den Klimaschutz tun möchte. Das gilt für Privatpersonen und mittelständische Unternehmen ebenso wie für Schulen oder andere öffentliche Einrichtungen.
Die Windräder können einerseits an das bestehende Stromnetz angeschlossen werden. Das bedeutet, der Strom, der nicht verbraucht wird, wird in das öffentliche Netz eingespeist und entsprechend vergütet. Dabei können die Windräder problemlos in Wohngegenden aufgestellt werden: Sie können beispielsweise einfach aufs Dach gesetzt werden, außerdem sind Masten von einer Höhe bis zu 10 Metern nicht genehmigungspflichtig. Und Sorgen wegen einer etwaigen Lärmbelastung der Nachbarn muss man sich auch nicht machen. Unser Windrad ist rund 35 Dezibel leise, selbst wenn man direkt darunter steht, ist es kaum zu hören.
Andererseits können Windräder auch als sogenannte Inselanlagen betrieben werden. Angenommen, man hat ein kleines Ferienhäuschen, das nicht ans Stromnetz angeschlossen ist und vielleicht sogar an einem Hanggrundstück liegt, da wäre ein Windrad eine sehr gute Lösung.

 

Hier finden Sie weitere Informationen zu Erneuerbaren Energien bei Ludwig Elektrotechnik.