Eine große Herausforderung
Elektroinstallation in der Orangerie in Erlangen

Nach dreijähriger Bauzeit ist für die Mitarbeiter von Ludwig Elektro- und Netzwerktechnik ein ganz besonderes Projekt zu Ende gegangen: die Installation der Lichttechnik, Sicherheitstechnik und der gesamten Elektro- und Netzwerktechnik in der Orangerie in Erlangen.

 

Als sogenanntes Pomeranzenhaus, um den als Pomeranzen bezeichneten Bitterorangen und anderen Zitrusfrüchten Schutz vor dem Winter zu bieten, wurde die Orangerie in Erlangen in den Jahren 1704 bis 1706 von Ingenieur und Baumeister Gottfried von Gedeler erbaut.

 

Bis ins Jahr 1755 wurden dann auch tropische Pflanzen in der Orangerie überwintert, danach wurde die Erlanger Orangenzucht in die Orangerie der Bayreuther Eremitage verlegt. Von 1760 bis 1768 wurden Zimmer unter anderem für Angehörige des Hofstaates eingerichtet. Ab 1818 übernahm die Friedrich-Alexander-Universität das Gebäude. In den folgenden Jahrzehnten waren unter anderem die Anatomie, das Pharmazeutische Institut und die Mineralogische Sammlung in den Räumen untergebracht. Im Jahr 1898 schließlich gab es Pläne, die barocke Orangerie abzureißen. Doch die Erlanger Bürgerinnen und Bürger protestieren, und im darauffolgenden Jahr wurde die Orangerie generalsaniert. Das Institut für Kirchenmusik zog ein.

 

100 Jahre nach dieser ersten Sanierung wurde die Orangerie ein zweites Mal saniert. Große Risse im Mauerwerk, von der Decke fallender Stuck und der Befall des Gebäudes durch Hausschwamm hatten die Arbeiten notwendig werden lassen.

 

Drei Jahre haben die Bauarbeiten gedauert, die ohne das Engagement der Erlanger Bürgerinnen und Bürger nicht möglich gewesen wären. Denn diese hatten in einer groß angelegten Spendenaktion rund 500.000 Euro gesammelt. Daraufhin war das bayerische Wissenschaftsministerium bereit, die weiteren Kosten für die Sanierung – insgesamt schließlich 9,9 Millionen Euro – zu übernehmen.

 

Nun ist das Gebäude wieder zugänglich. Das Institut für Kirchenmusik und das Institut für Kunstgeschichte konnten erneut einziehen, außerdem werden die prunkvollen Räume für Trauungen und Konzerte genutzt. Diese können nun auch dank der Lichtkonzepte von Ludwig Elektro- und Netzwerktechnik richtig in Szene gesetzt werden. Denn ein wichtiger Bestandteil der Sanierung war die Einrichtung einer aufwendigen Beleuchtungssteuerung, die es erlaubt, verschiedene Lichtfarben und Lichtszenen für unterschiedliche Anlässe leuchten zu lassen.

 

Aber nicht nur die Beleuchtung, sondern die gesamte Installation einer neuen Elektro- und Netzwerktechnik, angefangen von den Verteilerkästen bis hin zu sämtlichen Verkabelungen, wurde von Ludwig Elektro- und Netzwerktechnik übernommen. Und auch die Sicherheitstechnik im Brandschutzbereich, beispielsweise die Installation von Rauchmeldern, konnte das Burgebracher Unternehmen ausführen.

 

„In einem solchen historischen, denkmalgeschützten Gebäude Elektrotechnik, Lichtkonzepte und Sicherheitstechnik zu installieren, ist eine besondere Herausforderung. Es müssen viele Gegebenheiten berücksichtig werden, außerdem muss mit der Bausubstanz sehr behutsam umgegangen. Sowohl die Projektleitung, die in den Händen von Peter Pfohlmann lag, als auch die Ausführung, für die Bauleiter Martin Ehrbar zuständig war, sind hier sehr verantwortungsvolle Aufgaben“, erläutert Thomas Ludwig, Geschäftsführer von Ludwig Elektro- und Netzwerktechnik, der nach der langen Bauzeit durchaus mit Stolz auf das Ergebnis blickt.